Pornos und Erektile Dysfunktion

Pornos im Alltag

Wie Pornos zu Erektiler Dysfunktion führen

Pornos haben es bis an den Arbeitsplatz geschafft, zumindest laut einer Studie, nach der 20% der deutschen Männer bereits Pornos am Arbeitsplatz konsumiert haben.1
Es ist absolute Normalität Pornos zu schauen und gehört für viele Männer (auch mit Partner) zum Alltag dazu. Über die Schäden die regelmäßiger Konsum anrichtet spricht fast niemand. Wenn es dann zu Beschwerden kommt ändert das nichts am Konsum, der Konsum ist längst zur Sucht geworden. 
Aber warum ist Pornos schauen überhaupt „gefährlich“?
Um das zu verstehen hier ein Grundlagenkurs in Psychologie.
Wie du sicher weist arbeitet das Gehirn mit einem Belohnungssystem, wir wiederholen also Tätigkeiten die bei uns eine Ausschüttung von Dopamin (dem Neurotransmitter für Glücksgefühle) auslösen. Ein Orgasmus setzt besonders viel Dopamin frei und wir werden also fürstlich für unser Handeln belohnt.
Im Normalfall sollte das Sex mit unserem Partner oder einer neuen Eroberug sein. Wir haben Zeit in die Beziehung gesteckt, oder am Abend besonders kreativ geflirtet und bekommen dafür die Loorbeeren. Pornos und Masturbieren verzerren dieses Spiel. Man kann die Belohnung nämlich auch vor dem Rechner nach einem Besuch der Pornoseite des Vertrauens abholen, alleine. 
Mit der Regelmäßigkeit des Konsums können folgende Nebenwirkungen eintreten.

Nebenwirkungen

  • Verlust von realen Sex-Vorstellungen
  • Antriebslosigkeit
  • vorzeitiger Samenerguss
  • Erektile Dysfunktion
  • Unsicherheit/ Minderwertigkeitskomplexe

Sex-Vorstellungen und ED

Anzumerken ist, dass der erste Punkt stark mit dem letzten „Erektile Dysfunktion“ zusammenhängt. Dies liegt an der veränderten Wahrnehmung des Partners. Dieser kommt in den meisten Fällen nicht an die 90-60-90 Maße der Darstellerinnen heran und lößt nicht mehr dieselbe Anziehung aus wie früher. Auch kann es sein, dass durch den unemotionalen Umgang mit Sex in diesen Filmen das neue Bild von Sex nicht mehr mit der Realität kompatibel ist. Das Resultat ist, dass so sehr man es auch bewusst will, der eigene Partner einen nicht mehr begistert und schließlich noch umfangreicher Pornos konsumiert.

Unsicherheit

Wir vergleichen uns jeden Tag mit allemöglichen Leuten, so auch mit den Darstellern in den Pornos, bewusst oder unterbewusst. Daraus entsteht schnell eine Grundunsicherheit. Die Darsteller in den Pornos sind meist sportlich, attraktiv, selbstsicher, überdurschnitllich bestückt und die Frauen liegen ihnen zu Füßen. Sowas weckt schnell einen falschen eindruck von dem was Frauen meistens wirklich wollen, einen liebenswürdigen Partner.  

 

1https://www.netzsieger.de/ratgeber/internet-pornografie-statistiken